Nachbesserungen der Maßnahmen Vollsperrung B 420

Nierstein und Schwabsburg, 23.02.2022

 

In der gestrigen Verkehrsausschussitzung stand die nächste Woche beginnende Vollsperrung der B420 in Nierstein im Mittelpunkt. Die CDU-Fraktion hat beantragt, dass zu dieser Sitzung Vertreter der Polizei Oppenheim, der Straßenverkehrsbehörde und Ordnungsamt der VG Rhein-Selz einzuladen sind.

Herr Hübner von der Polizei und Herr Klein vom Ordnungsamt waren der Einladung gefolgt und so konnte nach einer aktuellen Übersicht vom 3. Beigeordneten Norbert Engel letztmalig die Probleme öffentlich angesprochen werden.

 

Die CDU-Fraktion sieht einige Schwachstellen an den derzeit ausgeschilderten absoluten Halteverboten in Nierstein und Schwabsburg.

 

Matthias Stubbe erläuterte in der Sitzung, dass in Schwabsburg in der Hauptstraße auf der Strecke „Am Tafelstein“ in Richtung „Im Leimen“, nach der Planung der zuständigen Behörden, alle Parkmöglichkeiten entfallen sollen. Hierdurch wird eine freie Strecke geschaffen die dann zu erhöhten Geschwindigkeiten verleiten wird. Daher fordert die CDU-Fraktion, dass versetztes Parken markiert wird und hierdurch der Verkehr auf natürliche Weise immer wieder verlangsamt wird und somit Unfallrisiken erst gar nicht entstehen.

Im Bereich der Hauptstraße 61-67 in Fahrtrichtung Nierstein ist die Strecke durch die dortigen Parkbereiche und der Kuppe nicht übersichtlich. Diese Parkplätze sollten entfallen, damit es nicht zu kritischen Verkehrssituationen kommt.

In der Hauptstraße 21 – 36 kommt es täglich zu Stockungen, weil der Straßenverlauf und der Gegenverkehr nicht einsehbar ist durch das versetzte Parken. Damit dies bei dem zukünftigen erhöhten Verkehrsfluss nicht noch kritischer wird, sollten die dortigen Parkmöglichkeiten reduziert werden.

In der Oberdorfstraße Ecke Fäulingsstraße in Nierstein haben wir mehrere Faktoren wie schmale Straße, enge Bebauung und parkende Fahrzeuge, die schon heute den Verkehr öfters zum Stocken bringen. Um diese Situation zu entschärfen, sollten auf Höhe vom Weingut Strub 2-3 Parkplätze entfallen.

Im weiteren Verlauf Richtung Rhein sind vor der Einmündung „Auflangenstraße“ rechtsseitig mehrere Parkplätze ausgewiesen. Diese befinden sich in einer Rechtskurve und der Gegenverkehr ist dadurch nicht einsehbar. Diese Parkplätze sollten entfallen, damit es nicht zu kritischen Verkehrssituationen mit dem Gegenverkehr kommt.

Anfang nächster Woche wollen sich die Behörden diese Punkte bei einer erneuten Begehung anschauen und diskutieren.

Weiterhin wurde im Ausschuss gefordert, dass der Kreis seiner originären Aufgabe der Geschwindigkeitsüberwachung insbesondere zur Anfangszeit der Vollsperrung nachkommen muss. Unsere städtischen Geschwindigkeitsüberwachungen zeigen immer wieder, dass sich nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten wird und dies muss vom Kreis kontrolliert werden. Und hierbei sind auch andere Stellen zu kontrollieren, die bisher vom Kreis Mainz-Bingen unberücksichtigt geblieben sind.

 

LBM muss den Fußgängerschutz mehr berücksichtigen

 

Ein weiteres Thema war die Aufstellung der vielen zusätzlichen Schilder in Nierstein und Schwabsburg. Diese notwendigen Schilder wurden mit den Schilderfüßen auf Gehwegen aufgestellt, sodass selbst Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen, weil die Gehwegbreite nichts anderes ermöglicht. Dies wurde durch uns deutlich kritisiert. Bemerkenswert waren die darauffolgenden Erzählungen seitens Herrn Hübner, dass genau dieser Punkt bei Vorbesprechungen u.a. mit dem LBM als Auftraggeber angesprochen wurden. Hierbei wurde explizit für solche Örtlichkeiten gefordert, dass nicht mit den breiten Schilderfüßen gearbeitet wird, sondern Bodenhülsen die Schilderstangen halten sollen.

Weshalb der LBM sich außer Stande sah diesen guten Vorschlag so zu beauftragen und umsetzen zu lassen, konnte im Ausschuss nicht geklärt werden.

„Es ist unzumutbar und löst Kopf schütteln aus, dass Fußgänger, Kinderwagen oder Rollatoren auf die Straße ausweichen müssen, weil Schilder kostengengünstig und mit der einfachsten Weise auf dem schmalen Gehweg platziert werden“, äußert sich Matthias Stubbe. „Die Planungen für die umfangreichen Beschilderungen laufen seit langer Zeit und wir hätten erwartet, dass solche inakzeptablen Aufstellungen verhindert werden.“

Der Austausch mit den zuständigen Behörden war gut und wichtig, da offen die letzten kritischen Punkte angesprochen wurden. Auch haben Polizei und Ordnungsbehörde einen Einblick in ihre Vorbereitungen und Maßnahmen ab dem Tage der Vollsperrung geben können.

Es kommt nun auf jeden Einzelnen an, ob man die weiträumigen Umleitungen befolgt oder auf eigene Faust eigene Strecken fährt, die aber nicht geeignet sind und eher zu einem Verkehrschaos führen kann.

Wir appellieren an alle die gegenseitige Rücksichtnahme und auch Verständnis für die besondere Situation nicht zu vergessen. Es braucht einige Tage, wenn nicht auch Wochen, bis sich alles eingespielt hat. Hierzu werden auch Änderungen an den jetzigen Planungen vorzunehmen sein. Die CDU wird weiterhin aktiv an Lösungen mitarbeiten und auch ab Mittwoch die Verkehrssituation beobachten.

 

Nierstein, 23.02.22

 

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